Die kleinen ganz gross im Heimatmuseum Schinznach-Dorf am 4. und 5. Juni 2011
Da das kleine Heimatmuseum Schinznach-Dorf wenige Schritte von der grossen Mühle liegt, möchte es auch seinen Beitrag zum schweizweiten Mühletag am 4. Juni leisten. Ausnahmsweise hält es also an einem Samstag seine Pforten offen, damit die Mühlebesucher auch das Modell der Veltheimer Ölmühle von Willy Hartmann in Betrieb sehen können. Hier entspricht jede kleinste Einzelheit dem Original, das auch im Museum wasserbetrieben wird und voll funktionstüchtig ist.
Am darauffolgenden Sonntag, dem 5. Juni, schliesst sich dann schon der ‚offizielle’ Öffnungstag an. Ein Fachmann für landwirtschaftliche Maschinen wird uns besuchen und uns die Besonderheiten der Fülle der ausgestellten Modelle von Pflügen, Eggen, Sortier- und Sämaschinen erklären. Sie alle stammen aus der landwirtschaftlichen Schule Brugg und wurden vor der Zeit der Hellraumprojektoren oder gar Beamer als Demonstrationsobjekte benutzt. Auch hier ist jedes Detail sorgfältigst gearbeitet und betriebsbereit. Der Fachmann auf Besuch aber ist Paul Müri persönlich, in Schinznach an der Bözeneggstrasse aufgewachsen und, nach dem Agronomiestudium an der ETH, Lehrer an der landwirtschaftlichen Schule Liebegg. Sein Spezialfach sind Landwirtschaftsmaschinen und deren effizienter Einsatz – ein spannender Sonntagnachmittag kündet sich also an.
Die Spezial-Ausstellung zum 50 – Jahre – Jubiläum und der Film zum Dorf und seinen Bewohnern von einst von Emil Hartmann ist noch zu sehen, ebenso die wunderschön gearbeiteten Gegenstände aus dem Rebbau, der Beitrag zur Traubensaftproduktion im Dorf, besonders lustig verzierte Kacheln und Ziegel und natürlich die weltweit einzigartige Sammlung fossiler Stachelhäuter vom hiesigen Heistersteinbruch.