Herbstliches und Historisches unter einem Dach
Am ersten Oktobersonntag findet traditionellerweise das Mosten im Heimatmuseum Schinznach-Dorf statt. Die Mostpresse wird aus dem Depot geholt, frisch gebadet und in Funktion versetzt am 6. Oktober 2012 von 14 bis 17 Uhr.
Harassenweise Äpfel verschiedenster Sorten warten auf ihre Verwendung und können natürlich gleich auch im Urzustand bestimmt und getestet werden. Doch wunderbar munden sie eben gepresst als frischer Most, mit etwas Brot und Speck unterlegt.
Dazu lässt man sich gemütlich nieder im Innenhof des Museums unter dem sich verfärbenden Holunderbaum. Die Jugend wird unterdessen versuchen, das Rad der Mostpresse in Gang zu setzen, die Äpfel zu raspeln und dann die Presse zu senken, bis der goldene Saft wieder quillt.
Salbentöpfe und Glasutensilien
Gestärkt lässt sich gut ein zweitletzter Blick auf die 150 Jahre Apothekenjubiäums-Ausstellung werfen. Die alte Kasse empfängt den Besucher am Eingang des Museums, die ursprüngliche grosse Apothekerwaage regt geradezu zum Philosophieren über Gleichgewichte an, der Verenakrug präsentiert sich in Gesellschaft prächtiger Salbentöpfe. Die mundgeblasene Glasutensilien erregen Staunen nicht nur über die ausgeklügelten Systeme sondern auch über die damit verbundene spezielle
Ästhetik wie auch all die anderen Instrumente, die das Wägen, Mischen, Mahlen, Destillieren, Perkolieren, Pillen- drehen in der Apotheke einst erst möglich machten. Diese Spezialausstellung wird der nächstjährigen im kleinen Museum den Platz überlassen müssen.
Jetzt aktuell: Rebbauzubehör
Als Dauerausstellung ist das Rebbauzubehör installiert mit besonders schönen Trinkgläsern – im Herbst ein naheliegendes Thema. Auch die Ausstellungsobjekte in «Licht und Wärme» werden wohl bald wieder aktuell, die Tage werden schon kürzer – die fossilen Stachelhäuter allerdings, in der Ausstellung aus dem hiesigen Heistersteinbruch, hätten die bevorstehende Winterwende schon etwa 165 millionenmal hinter sich und präsentieren sich trotzdem wunderbar erhalten.
