Sesshaft und doch beweglich

Erstaunliches im Heimatmuseum Schinznach-Dorf

Sesshaftigkeit und Beweglichkeit können sich elegant ergänzen, wie die Spezial-Ausstellung über fossile Stachelhäuter im Heimatmuseum Schinznach-Dorf am Sonntag, 6. September 2015 von 14 – 17 Uhr zeigt. Gleichzeitig ist auch die Mittlere Mühle in Betrieb.

Da kleben wir Menschen nach den Ferien also wieder auf unseren Sesseln und unsere Kinder dazu und die ganz kleinen ganz neu obendrein. Wie die Haarsterne (Bild), die sich am Grunde unseres eigenen Stammbaumes befinden und immer noch im Meer leben, filtern auch wir uns Zugetragenes im Sitzen. Die Haarsterne gehören zu den Stachelhäutern wie die Seesterne und Seeigel , die Schlangensterne, Seelilien und Seegurken – die Namen sind irreführend, allesamt sind sie Tiere und schon lange in den Meeren dieser Welt. Vor 165 Millionen Jahren bevölkerten sie auch das warme Meer in der Gegend von Schinznach und sind darum heute – fossilisiert zwar – auch im hiesigen Museum zu sehen . Man fand sie alle vereint und in versteinerter Form im Heistersteinbruch, so wohlerhalten wie sonst nirgendwo auf dieser Welt. Lebende Haarsterne können allerdings ihren Untergrund auch loslassen und sich in einer galoppähnlichen Fortbewegungsweise eine neue Umgebung suchen – solch eifriger Zustrom wäre auch der liebevoll komponierten Spezial-Ausstellung im Heimatmuseum Schinznach-Dorf zu gönnen.

Darum herum gruppieren sich zudem Ausstellungsgüter des Rebbaus im Tal, und saisonal die Objekte der örtlichen Schützengesellschaften. Während der Museums-Öffnungszeiten zwischen 14 und 17 Uhr lädt darum der «Praktische Combatclub Scorpion» zur Besichtigung seiner Anlagen (14-16 Uhr). Aber auch die Müller des Mittleren Mühle-Museums freuen sich auf Besuch – so kommt doch wieder Bewegung in Körper und Geist.