Am 4. September 2022 von 14:00 bis 17:00 steht im Heimatmuseum der Versuchung nichts mehr im Wege, sich auch mit diesem Gebäude zu befassen – mit der Aussenhülle und dem Inhalt und seiner engeren Umgebung im eigentlichen Dorfkern, den Mühlen, den Schulen, der Kirche, dem Brunnen. Die Dorfführung von Emil Hartmann wird sich dem Herz des Dorfes ab 14:30 annehmen.
Das Gebäude selbst ist dank seiner Funktion als Museum gut erhalten und als 375 alter Doppelspycher noch wahrnehmbar: Zwei Türen, zwei Räume, zwei Keller. Die Doppelspurigkeit ist nicht wie in Endingen verschiedenen Religionen zu verdanken sondern wohl eher dem Wasserdruck, der zwei Besitzer von Häusern auf der anderen Strassenseite veranlasste, ihre Vorräte ins Trockene zu bringen.
Die Natur hat das ihre dazu beigetragen – der Anblick des Museums unterscheidet sich vom Bild von 1965 unterdessen und wird auf der Vorderseite durch einen riesigen Holunderbaum und auf der Rückseite durch eine uralte Rebe dominiert. Deren Trauben sind weiss, der Rest bleibt ein Geheimnis.
Auch der Inhalt des Museums birgt grosse Geheimnisse: wie kommt es, dass sich die Stachelhäuterfossilien aus dem Heistersteinbruch oberhalb von Schinznach so gut erhalten haben? Sie ruhen nun als grosser Schatz in den beiden Gewölbekellern. Im Erdgeschoss spaziert man im alten Schinznach, repräsentiert durch eine Fotoausstellung und im Dachgeschoss bleibt der Platz dem Rebbau gewidmet.
