Dorothee Rothenbach

Novembernebel lichtet sich

Heimatmuseum Schinznach-Dorf, die Letzte

Am Sonntag 5. November 2017 von 14 bis 17 Uhr glÀnzen die Sonderausstellungen im Heimatmuseum noch ein einziges Mal in diesem Jahr.

Die Ausstellung zum «letzten Traubensaft in Schinznach-Dorf» wird ab 14.30 Uhr wiederum persönlich erlĂ€utert vom Initiator Emil Hartmann. Die GerĂ€tschaften zum Kornanbau, die das MĂŒhle-JubilĂ€um unterstĂŒtzt haben, prĂ€sentieren sich vor Saisonende nochmals raumgreifend. Die Dauerausstellungen zum hiesigen Rebbau und zu den Heisterfossilien locken weiterhin zu einer Besichtigung – wie auch das benachbarte MĂŒhlemuseum. Ein kleiner Markt begleitet traditionsgemĂ€ss den Saisonabschluss, auf den mit einem erinnerungstrĂ€chtigen Schluck Traubensaft oder wahlweise mit einem Schluck GlĂŒhwein angestossen wird.

Sumsen im Museum Schinznach

Von Bienen, Landfrauen und StachelhÀutern

Ein ganzer Maien verschiedener Ausstellungen erwartet den Besucher im Heimatmuseum Schinznach ab Sonntag, 6. Mai 2018: GerĂ€tschaften aus Haus und Hof und hiesigem Rebbau bilden zusammen mit den Heisterfossilien das Fundament der Dauerausstellungen, die Vereine der Landfrauen Oberflachs und der BienenzĂŒchter unteres Aaretal lassen spannende Sonderausstellungen erwarten – die temporĂ€re Depotausstellung ist zudem immer fĂŒr eine Überraschung gut.

Ein selten vielfĂ€ltiges Programm erwartet den Besucher dieses Jahr dank dem Einsatz der beteiligten Vereine, die den fĂŒr sie reservierten Platz im Museum mit interessanten GegenstĂ€nden und weitreichendem Wissen fĂŒllen. Das Engagement der Imkerinnen im Dorf gab ursprĂŒnglich den Anstoss zum Thema «Bienen» im Museumsdepot zu stöbern, sich dann aber doch schleunigst beim «BienenzĂŒchterverein unteres Aaretal» kompetente UnterstĂŒtzung zu holen. Aufs grosszĂŒgigste hat Peter Stadelmann seine Mitglieder motiviert, das Bienenjahr mit all seinen Facetten im Museum zu begleiten. Viel zu schauen wird es hier geben und zudem ist jedem Museumssonntag ein Spezialthema zugeordnet. Die Reihe wird mit «Bienen: Drei Wesen, Geschichte und Produkte» beginnen und ĂŒber spannende Themen bis in den November zur Fabrikation von Bienenwachskerzen fĂŒhren. Bereits am ersten Museumssonntag ist zudem der Landfrauenverein Oberflachs im Einsatz, um seine TĂ€tigkeiten in Wort und Bild zu illustrieren – der von Köbi Zimmermann restaurierte Herd am Museumseingang weist zwar auf die Bedeutung der Pflege von Brauchtum hin, doch treffen die Ansichten der heutigen, modernen Landfrauen ebenfalls auf einen grossen Interessentenkreis.

Die Sparte «persönliches Sammelgut» findet jeweils noch Platz im Depot. Letztes Jahr hat Bruno MĂŒhlethaler eine Auswahl seiner Bilder ausgestellt, dieses Jahr prĂ€sentiert Emil Hartmann seine TrophĂ€en von 25 Teilnahmen am Engadiner Marathon – so manche Sportler aus dem Schenkenbergertal haben ĂŒber die Jahre daran teilgenommen, wie die frĂŒheren Ranglisten zeigen.

Die permanenten Ausstellungen zum Rebbau im Tal und zu den Funden fossiler StachelhÀuter aus dem Heistersteinbruch bilden weiterhin das Fundament des kleinen Museums, das sich dieses Jahr aber an den emsigen Bienen ein Vorbild nimmt, dass es nur so summt.

Bienen und Menschen im Marathon

Schnelle Bienen und Menschen gehören mit zu den Themen am Ausstellungssonntag, 3. Juni 2018.

Das SchwĂ€rmen der Bienen gleicht einem Marathon auch in der Zahl der Individuen, die einem fernen Ziel zustreben. FĂŒr sie beginnt ein Leben weit weg von Ihrem Geburtsort, den sie in stĂŒrmischem Flug verlassen haben, wĂ€hrend Menschen nach 42,195 km Laufen doch eher zufrieden nachhause zurĂŒckzukehren pflegen. Die passionierten Imker vom ‘BienenzĂŒchterverein unteres Aaretal’ werden sich diesmal dem Spezialthema ‘SchwĂ€rmen’ widmen und die Zuschauer flugs miteinbeziehen, wie es ihnen bereits am vergangenen Museumssonntag so gut gelungen ist.

Die Konstruktion der Bienenwabe ermöglicht ein kompliziertes Aufzuchts- und Vorratssystem, wie Rolf Lattmann erklÀrt.

Der temporÀre Ausstellungsraum im Depot, der Sammlungen von Dorfbewohnern vorbehalten bleibt, gibt Einblick in die menschlich/sportlichen Marathonerfahrungen: Emil Hartmann zeigt seine Sammlung an Bildern und Material, Listen und Startnummern vom diesjÀhrigen 50ten Engadiner Marathon und damit Ausschnitte aus seinem persönlichen JubilÀum zum 25ten Lauf.

Wie lange die Landfrauen aus Oberflachs schon fleissig tĂ€tig waren, lĂ€sst sich im Obergeschoss des Museumspychers bewundern – und dort im Untergeschoss, an der Basis sozusagen, fasziniert die permanente Ausstellung der fossilen StachelhĂ€uter aus dem hiesigen Steinbruch Heister.

Ferienvorfreude am Heister-Strand

Bienenwissen belebt weiterhin das Heimatmuseum Schinznach am 1. Juli 2018 von 14 bis 17 Uhr.

Auch in Schinznach lockte einst ein lauwarme Meer! Nun ist es zwar verschwunden, geblieben sind die 165 Millionen Jahre alten StachelhĂ€uterfossilien, von denen sich einige schöne Exemplare im Museumsgewölbe versammelt haben. Aktuell und fĂŒr diese Saison ver- treten Bienen die moderneren Zeiten.

«Nur» 125 Millionen Jahre Entwicklungszeit hatten die Bienen, um sich in verschiedenen Gattungen zu entfalten und sind nun samt und sonders in der Fortsetzung ihrer Lebenslinie gefĂ€hrdet. Selbst in Schinznach hat ihre Zahl in den letzten Jahren exponentiell abge- nommen. Nicht nur die Honigbiene, auch die Hummelarten, Mauer- und Kuckucksbienen werden uns versierte Mitglieder vom BienenzĂŒchterverein «unteres Aaretal» ans Herz zu legen wissen in Wort und Bild.
Die alten StachelhĂ€uter – die Seesterne, Seeigel, Seegurken – bevölkern unterdessen weiterhin, in angepassten Formen, die Meere und hoffen auf die Begeisterung des Badegastes bei ihrer Betrachtung, samt einem bisschen Heimweh nach dem heimatlichen Heistersteinbruch ob Schinznach.

Die Landfrauen von Oberflachs aber behalten die FĂŒsse auf dem Boden und die HĂ€nde tĂ€tig. Ihre Sonderausstellung ist bewundernswert. Emil Hartmanns Ausstellung ĂŒber den fĂŒnfzigsten Engadiner Marathon und sein persönliches fĂŒnfundzwanzigste JubilĂ€um bringen frischen Wind ins Depot des Museums, so dass das permanente Ausstellungsgut ĂŒber das Leben in Haus und Feld im Schenkenbergertal in immer neuen Perspektiven erscheint.

Honigschlecken im Heimatmuseum

Schinznach-Dorf: Bienen im Zentrum und andere Attraktionen

Eben nicht staubtrocken museal sondern sĂŒss und klebrig wird es am Sonntag, 5. August 2018 zu- und hergehen, wenn die «BienenzĂŒchter des unteren Aaretals» ihre Beute prĂ€sentieren.

Residieren diese Imker doch in dieser Saison im Heimatmuseum Schinznach Dorf und bieten jeden ersten Sonntag im Monat nebst einer separaten Ausstellung zur Bienenhaltung und Bienenwissen ein spezielles Programm an. Eng ist die Entwicklung der Bienen an die Entwicklung der BlĂŒtenpflanzen geknĂŒpft – dieses Zusammenspiel ĂŒber Jahrmillionen wiederholt sich jedes Jahr. Wenn also die BlĂŒtezeit zu Ende geht, sollten die VorrĂ€te fĂŒr den Winter bereitstehen, der Honig eingelagert sein. Über seine Produktion, Zusammensetzung, Gewinnung und Verwendung wird berichtet – und verlockende Proben stehen bereit.

Landfrauen, Schnee und Versteinerungen
Das Museum beherbergt aber noch weitere Überraschungen: Die Oberflachser Landfrauen fĂŒllen mit Beispielen aus ihrem Walten und Schalten einen ganzen Raum. Und wer sich nun gelegentlich nach KĂŒhlung sehnt, betrachtet die Schneeszenen aus dem fĂŒnfzigsten JubilĂ€um des Engadiner Skimarathons. Der Urschinznacher Emil Hartmann hat dazu und zu seiner eigenen fĂŒnfundzwanzigsten Teilnahme eine Ausstellung komponiert. Weitere KĂŒhlung verspricht eine Visite im Gewölbekeller, wo die Ahnung von Jahrmillionen den Besucher spĂŒrbar umweht in Gesellschaft allerhand versteinerter Meerestiere: den Seelilien, Seesternen, Seeigeln und Seegurken aus dem hiesigen Heistersteinbruch.

Die Fossilien sind einerseits in Vitrinen ausgestellt, andere können eigens studiert werden und mit den «modernen Modellen» verglichen werden.

Salz in die Suppe

bringen die Landfrauen Oberflachs im Heimatmuseum Schinznach am Sonntag, 2. September 2018 zwischen 14 und 17 Uhr.

Der Herbst liegt in der Luft, die Herbstzeitlosen blĂŒhen, die BlĂ€tter fallen und auch die Sonderausstellungen im Heimatmuseum werden nicht mehr lange zu sehen sein. Der Imkerverein unteres Aaretal wird allerdings noch ausharren und fundiert Red und Antwort um das Bienenwesen geben können.

Im Vordergrund stehen aber diesmal die Landfrauen von Oberflachs unter der Ägide von Angelina KĂ€ser. Geradezu ein kleines Erntedankfest in Form einer GemĂŒsesuppe werden sie den Besuchern kredenzen. Der Museumsstiftungsrat Köbi Zimmermann hat nĂ€mlich eigenhĂ€ndig den ehrwĂŒrdigen Herd kunstgerecht restauriert und gebrauchstĂŒchtig gemacht. Auch die antiken Brezeleisen aus dem Depot kommen durch die Landfrauen wieder in Schwung. Eine umfassende Illustration zum weiteren Landfrauenprogramm liefert die Sonderausstellung im ersten Stock.

Dem Salz völlig entzogen und fest in Stein gewandelt und gebettet liegen die StachelhĂ€uter aus dem Schinznacher Jurameer als weltweit einmaliger Fossilienfund im Gewölbekeller. Sie entstammen allesamt dem stillgelegten Heistersteinbruch oberhalb der Rebberge – der wichtige hiesige Rebbau ist selbstverstĂ€ndlich ebenfalls mit einer Dauerausstellung vertreten und so kurz vor der frĂŒhen Weinlese dieses Jahr besonders aktuell.

Vom Mosten zum «Sternegucken»

VielfÀltige Ernte im Heimatmuseum Schinznach-Dorf

Der Herbst bringt vielfÀltige Ernte mit ins Heimatmuseum Schinznach am Sonntag, 7. Oktober 2018 zwischen 14 und 17 Uhr.

Die Landfrauen haben den diesjĂ€hrigen wunderbaren Herbst bereits in einer Erntesuppe konzentriert und diese, mit viel Energie und Charme gewĂŒrzt, den begeisterten Museumsbesuchern an- fangs September kredenzt. Schon steht nun das nĂ€chste herbstliche Ereignis vor den MuseumstĂŒren.

Das jĂ€hrliche Mosten bringt nicht nur Genuss fĂŒr gross und klein mit sich, son- dern auch viel Wissen um die Funktion alter landwirtschaftlicher GerĂ€te und ĂŒber die FĂŒlle der regionalen Apfelsorten – alle sind sie wohlgeraten dieses Jahr. FĂŒr die «BienenzĂŒchter unteres Aaretal», die diese Saison mit ganzem Einsatz im Museum residieren, ist etwas Ruhe eingekehrt. Der Honig ist geschleudert und abgefĂŒllt, die Bienen bereiten sich auf den Winter vor. Viel gibt es nun ĂŒber ihre ausgeklĂŒgelte Vorratshaltung und ĂŒber ihre Heiz- und Befeuchtungsstrategien zu erfahren, bevor im November der Wachs und seine Verwendung bei der Kerzenherstellung zum Zuge kommt.

Neue Echinodermen-Funde

Eine Ernte ganz besonderer Art ist unterdessen sicher und klug im «Naturhistorischen Museum Bern» untergebracht. Ein Teil davon ist dort unter dem Titel «5 Sterne» bereits in einer Ausstellung zu besichtigen, zahlreiche StĂŒcke harren noch der Konservierung. StachelhĂ€uterfossilien sind es, wie sie im hiesigen Steinbruch «Heister» gesammelt wurden und im Heimatmuseum ausgestellt sind. Die frischen Funde stammen aus dem benachbarten Jakobsberg, der von der jura cement Wildegg bewirtschaftet wird (Regional 38 vom 20. September, Seite 7).

Exkursion ins Fundgebiet

Wissenschaftlich ausgewertet wird das Grabungsgut in Bern und gespannt harren die Schinznacher der Resultate: gibt es auch in der Nachbarschaft so viele verschiedene Arten unter den Seelilien, Schlangensternen, Seesternen, Seeigeln und Seegurken samt sieben Neuentdeckungen, oder ist womöglich die Zusammensetzung der Echinodermenfauna eine ganz andere? Und wie entstanden diese LagerstÀtten wundersam erhaltener Exemplare aller 5 StachelhÀuterklassen?

NĂ€heres darĂŒber lĂ€sst sich erfahren auf einer Exkursion ins Fundgebiet am Samstag, 13. Oktober. Erst werden im Heimatmuseum Schinznach-Dorf die Heister-StachelhĂ€uter besichtigt und von der Museumsleiterin erlĂ€utert. Dann geht es auf einen Rundgang durch den nahe gelegenen Steinbruch Jakobsberg zur Fundstelle der neuen Objekte, wo vor Ort informiert wird. Anmelden unter www.nmbe.ch.

Mit GlĂŒhwein, Kerzen und Honig in den Winter

Ruhe fĂŒr die Bienen und fĂŒr das Heimatmuseum Schinznach

Die Saison endet am Sonntag 4. November 2018: von 14:00 bis 17:00 brummt es nochmals im und um das Museum. Der GlĂŒhwein duftet, Kerzenwachs schmilzt und der kleine Honigmarkt lĂ€sst das Besucherherz höher schlagen.

Anschliessend werden der «Verein BienenzĂŒchter unteres Aaretal» und die Landfrauen Oberflachs Ihre vielfĂ€ltigen AusstellungsgĂŒter ans Trockene bringen. Mit Leib und Seele haben sie ihre Sonderausstellungen gestaltet – die Landfrauen haben gar Herbstsuppe gekocht – und sind Red und Antwort gestanden, die ganze Saison ĂŒber. Der Dank des Publikums und des Museumteams ist ihnen gewiss.

Zum Schluss ein Museumsmarkt
Die Bienen selbst ziehen sich in ihren Stock zurĂŒck bis zum nĂ€chsten FrĂŒhling. Viel gab es zu erfahren ĂŒber Ihr Leben, und nimmermĂŒde fĂŒtterten die Imker die Besucher mit ihrem Wissen. Jetzt zum Schluss kommt nochmals der Bienenwachs zum Zuge als Grundlage fĂŒr allerhand phantasievolle Kerzenformen beim Kerzenziehen- und giessen. Ein kleiner vorweihnachtlicher Markt begleitet die Aktion und fĂŒr StĂ€rkung und Hebung der Geister ist gesorgt.

In Bernstein fossilisierte Bienen: seit 50 Mio Jahren begleiten sie die Entwicklung der BlĂŒtenpflanzen.

Ideen fĂŒr Zusatzausstellung gefragt
Eine weitere direkte Perspektive zum bevorstehenden Winter ergibt sich im Museumsdepot. Viel Schnee gehört bereits zur Ausstellung der Marathon- trophÀen von Emil Hartmann. Neben den Dauer- und Sonderausstellungen soll hier auch im nÀchsten Jahr wieder eine andere, persönliche Sammlung ihren Ausstellungsplatz finden: gerne nimmt das Museumsteam Anmeldungen entgegen.

Blick zurĂŒck auf weit entfernte Ahnen
Die Einsichten ins Bienenleben haben unseren Blick fĂŒr das Dasein auch anderer Insekten und ĂŒberhaupt der Wirbellosen wieder geschĂ€rft – wurzelt doch unser Stammbaum tief in dieser Verbindung. Die Dauerausstellung im Schinznacher Heimatmuseum zeigt besondere Beispiele dazu in Gestalt von Wirbellosen in fossiler Form aus dem Heistersteinbruch oberhalb des Dorfes – 165 Jahrmillionen lassen uns diese Seesterne, Seeigel und Seelilien an den Grund unseres Stammbaumes zurĂŒckblicken.

Eben sind neue Lager fossiler StachelhÀuter im Steinbruch Jakobsberg gefunden worden. Aber auch Themen direkt aus dem Schenkenbergertal sind in Vorbereitung. Ein spannendes Museumsjahr 2019 bahnt sich an.

20-JĂ€hriges der 165-Millionen-JĂ€hrigen

Vom fossilen Seeigel bis zum modernen Stacheligel werden nun einiges Getier und so manche Pflanzen das Heimatmuseum samt seiner Umgebung besiedeln. Die Fossiliensammlung bleibt zwar in ihren Gewölben, feiert dort aber umso lebhafter ihr 20-jĂ€hriges JubilĂ€um – und die Rebbauausstellung im Stock darĂŒber zeugt von einem wichtigen hiesigen Erwerbszweig. 

Ebenfalls mit dem Tal und was darin so kreucht und fleucht befasst sich auch der Verein «Natur- und Landschaft Schenkenbergertal», der diesjÀhrige Museumsgast. Zudem wird das Museumsdepot diese Saison seine QualitÀten als Schaulager unter Beweis stellen.

Im Grunde das 80-Jahr-JubilÀum

Vielleicht sollte am Sonntag 5. Mai 2019 gar der 80. Geburtstag der Fossiliensammlung gefeiert werden, haben doch Robert und Gottlieb Amsler anno 1939 ihren Steinbruch im Heister eröffnet und sind dabei auf eine Schicht gestossen, die ein wahrer Schatz an besterhaltenen fossilisierten StachelhÀuterskeletten barg.

Der damalige Dorfarzt Dr. Theodor Keller erkannte die Bedeutung dieser Funde und wandte sich an das Naturhistorische Museum Basel. Durch die Zusammenarbeit der Gemeinschaft Basler Museen und des Projektes «Werkstatt Schenkenbergertal» und zahlreicher weiterer Geldgeber gelang im Sommer 1999 die Eröffnung einer aussagekrÀftigen Ausstellung im Heimatmuseum Schinznach.

Ein grosses Wandbild illustriert  zudem das Leben der StachelhĂ€uter, der Seelilien, Seesterne und Seeigel im lauwarmen Meer, das vor 165 Millionen Jahren in der Gegend vom heutigen Schinznach lag. Der Maler Beat Scheffold wird zur Saisoneröffnung speziell aus Winterthur anreisen und viel zur  Entstehungsgeschichte des Bildes zu erzĂ€hlen wissen. Aus Trimbach wird der Fossilienspezialist Beat Imhof, der dazumal die Grabung- und die Ausstellungsarbeiten begleitet hat, seinen damaligen Wirkungsort besuchen kommen.

Dies sind die illustren GĂ€ste, die beide ihr ganzes Wissen und so manche Grabungsgeschichte am 5. Mai zum Besten geben werden. Zwischendurch hebt ein Apero aus WildkrĂ€utern – gebraut von den Experten des Vereins Natur und Landschaft, unterstĂŒtzt von Amary Kyburz aus Thalheim – die Geister.

Heimatmuseum treibt vielfĂ€ltige BlĂŒten

Schinznach: Am So 2. Juni 2019, 14 – 17 Uhr, gehts nicht nur ums Bewahren – sondern auch ums BlĂŒhen.

Der Verein Natur und Landschaft Schenkenbergertal benĂŒtzt am Sonntag, 2. Juni 2019 zwischen 14.00 und 17:00 die Gelegenheit zum Spaziergang zu so manchen blĂŒhenden Wildpflanzen in und ums Museum. Beinahe unvergĂ€nglich prĂ€sentieren sich wĂ€hrenddessen die StachelhĂ€uterfossilien im Keller und die mannigfachen SchĂ€tze im Depot.  

Das Wetter spielt verrĂŒckt und doch hofft der Verein Natur und Landschaft  Scbenkenbergertal  die hiesige FĂŒlle in Fauna und Flora nicht nur in den RĂ€umen drinnen im Museum ausbreiten zu können, sondern am 2. Juni auch saisongemĂ€ss darum herum: Silvia Spichers spezieller Wildgarten nebenan steht darum im Vordergrund und wird nur knapp konkurrenziert vom stolzen Holunderbaum im Museumshof selbst.

Im Gewölbekeller feiert  die  permanente Fossilienausstellung ihr zwanzigjĂ€hriges Bestehen, aktuell und aufgefrischt. Auch weitere, verstecktere SchĂ€tze sollen nun  mehr Aufmerksamkeit erfahren mit speziellen FĂŒhrungen durchs Depot – an die dreitausend GegenstĂ€nde mit Bezug zum Tal sind hier gelagert und möchten dringend mehr Beachtung finden. Dieses Jahr auf den ‘Gabentisch’ im Hauptraum im Museum geschafft  hat es ein fabelhafter Katalog von StrohwebbĂ€ndern in seltener Vielfalt und QualitĂ€t, gestiftet von Thomas SchĂ€rli, Autor vom Buch  ‘Veltheim’ – auch darin lohnt sich zu blĂ€ttern.